Neue Musik im Ostseeraum
Verein für zeitgenössische Musik in Lübeck


Liederabend

Wioletta Hebrowska - Sopran

Dieter Müller - Bariton

Eberhard Hasenfratz - Klavier

Donnerstag 22.02.24 - 19.30 Uhr 

Haus Eden - Königstraße 25

Eintritt frei - Spenden erbeten

Alma Mahler - Vier Lieder
Johannes Brahms - Vier ernste Gesänge
Karol Szymanowski - Drei Lieder
Sofia Gubaidulina - Aus den Visionen der Hildegard von Bingen für Sopran Solo
Friedhelm Döhl - Wenn Aber...
Wolfgang Amadeus Mozart - Duett: Il core vi dono

 


Neun Fragmente nach Hölderlin - den Liederzyklus „Wenn aber“ komponierte der Lübecker Komponist und Professor an der Musikhochschule Friedhelm Döhl 1971 für Bariton und Klavier. Damals schon international erfolgreich wurde sein etwa halbstündiges Werk von Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann uraufgeführt. In Lübeck erklang der Zyklus zuletzt 2015 in Anwesenheit des Komponisten, eben von Dieter Müller gesungen, der auch am 22. Februar im Haus Eden wieder vorträgt. Dazu hat er sich die „Fünf ernsten Gesänge“ von Johannes Brahms ausgesucht, ein Spätwerk von unbestrittener Tiefe und Schönheit.
Damit greift die Reihe „Neue Musik im Ostseeraum“ wieder den neuen Grundsatz auf, nicht ausschließlich Neue Musik zu veranstalten, sondern diese mit Klassik/ Romantik und zeitgenössischer, weniger experimenteller und zugänglicherer Tonsprache zu mischen.
Wioletta Hebrowska ist dem Lübecker Publikum durch ihre langjährige Präsenz am Stadttheater in diversen Solopassagen immer noch in guter Erinnerung. Ihre wunderschöne, volle und doch flexible Stimme konnte mitunter bei Kammerkonzerten in der Stadt gehört werden. Nun wurde sie verpflichtet, den Liederabend gemeinsam mit Dieter Müller zu gestalten. Die reizvolle Idee, weibliche Komponistinnen vorzustellen, brachte Alma Mahler und Sofia Gubaidulina aufs Tableau. Alma Mahler wurde als Frau von Gustav Mahler deutlich unterrepräsentiert, ihr Mann verbot ihr sogar zeitweise zu komponieren. Sofia Gubaidulina gilt als eine der bekanntesten und gefeiertsten Komponistinnen der Gegenwart. Aus dem tatarischen Russland stammend und in Moskau ausgebildet, lebt und wirkt sie seit 1992 in Schleswig-Holstein.
Die Lieder von einem der bekanntesten und beliebtesten polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, Karol Szymanowski, bilden eine musikalische Brücke in die Romantik. Schlichte Melodie wechselt hier mit komplexer Harmonie.
Eberhard Hasenfratz wird in der Reihe Neue Musik im Ostseeraum nun zum dritten Mal begrüßt. Sein sensibles und doch forderndes Klavierspiel hat das Publikum bereits in 2023 und 2022 begeistert. Er wirkt an der Universität der Künste Berlin und lebt und wirkt darüber hinaus in Hamburg. Mit dem Hamburg Trio blickt er auf eine internationale Kammermusikkarriere zurück.